Tutto Mozart!

Eine Operngala!

Sonntag

14

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08

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2022

20 Uhr

35 €

Kirchhof Stiftskirche Öhningen

DE

Arien aus »Così fan tutte«, »Figaros Hochzeit«, »Don Giovanni« und aus der "Zauberflöte" - mit dieser rasanten Reise durch Mozarts Opern beenden die Höri Musiktage das Festival 2022.

Solistinnen, Solisten und Dirigent sind ausgemachte Kennerinnen und Kenner von Mozarts Da Ponte Opern und der Zauberflöte.

Karola Pavone, Sopran
Tina Drole, Mezzosopran
Anton Kuzenok, Tenor
Wolfgang Schwaiger, Bariton
David Howes, Bass-Bariton
Festivalorchester
Dirigent Harutyun Muradyan

Wolfgang Amadeus Mozart, 1756 in Salzburg geboren, bereiste mit knapp 6 Jahren als Wunderkind Europa. Mit seiner Schwester Nannerl und seinem Vater, der die beiden grundlegend in allen musikalischen Dingen selbst ausgebildet hat, wurden die beiden Talente dem Adel und in öffentliche Akademien vorgestellt. Es gibt die schöne Anekdote, dass er in Wien der Kaiserin Maria Theresia nach dem Spiel auf den Schoss gesprungen sei. Das Wunderkind war offensichtlich auf allen Ebenen ein Erfolg, was auch die Reisekasse ordentlich aufstockte.

Die vielen Eindrücke beflügelten den jungen Musicus. Gleich nach der Rückkehr nach Salzburg schrieb er seine erste Oper (Die Schuldigkeit des ersten Gebotes), wenn auch mit Hilfe einiger weit mehr erfahrener Lehrer... Während der Italienreise 1769 bis 1772 lernte er bedeutende Musiker kennen und erlebte dort die Uraufführungen dreier seiner frühen Opern.

Die Opern der späteren Jahre unterscheiden sich vor allem dadurch, dass Mozart nun auf Grund seines mittlerweile gewachsenen dramaturgischen Spürsinns bei den Libretti mitwirkte. Nicht zuletzt deshalb sind diese so erfolgreich und aus diesen Opern gestaltet sich der heutige Abend.

Cosi fan tutte:

Im Spätsommer des Jahres 1789 erhielt Mozart vom Wiener Hof den Auftrag eine weitere Oper zu schreiben. Die Zusammenarbeit mit Da Ponte war erprobt und zügig ging die Komposition voran. Am 26. Januar 1790 fand die Uraufführung in Wien statt.

Don Alfonso, ein zynischer Mann von Welt, diskutiert mit seinen beiden jungen Freunden Ferrando und Guglielmo über die Treue der Frauen. Er überredet die Beiden die Probe auf Exempel zu machen. Auch die beiden Angebeteten, die Schwestern Dorabella und Fiordiligi (die bei der Uraufführung übrigens wirklich von zwei Schwestern gesungen wurden) sind sich ihrer Standhaftigkeit felsenfest sicher. Die beiden Herren werden plötzlich auf Geheiß des Königs in den Krieg eingezogen, um kurz darauf als verkleidete, fremdländische Adelige zurück zu kommen. Sie beginnen die Braut des jeweiligen Anderen zu umwerben. Hilfe findet Don Alfonso in der Kammerzofe Despina, die mit ihrer nüchternen Sichtweise auf  das Männervolk die Damen ermutigt sich auf die Fremden einzulassen. Die Sache gedeiht bis hin zu unterschriebenen Eheverträgen, als plötzlich die Rückkehr der ursprünglichen Herren ins Haus steht. Alles wird aufgeklärt und alle stehen beschämt, um eine schmerzliche Erfahrung reicher, voreinander.

Zauberflöte

Emmanuel Schikaneder und W. A. Mozart haben sich schon im Jahre 1780 kennengelernt, aber erst nachdem Schikaneder das Freihaustheater auf der Wieden übernommen hat, gediehen die Pläne für eine gemeinsame Oper. Dort konnte die Uraufführung am 30. September 1791 statt finden.

Prinz Tamino wird von der Königin der Nacht ausgesandt ihre Tochter Pamina aus den Händen Sarastros zu befreien. Ihm zu Seite ist der schlichte Vogelfänger Papageno gestellt. Ausgestattet mit einer Zauberflöte und einem Glockenspiel begeben sich die Beiden in das Reich Sarastros. Papageno trifft  sehr bald auf Pamina, doch eine schnelle Flucht wird vereitelt. Derweilen erfährt Tamino, das Sarastro durchaus gute Absichten hat und wünscht, dass Tamino im Weisheitstempel geweiht wird, um dann Pamina zu ehelichen.
Bis dahin müssen sie sich einigen Prüfungen unterwerfen, was ihnen mit Hilfe der Zauberflöte auch gelingt. Einzig Papageno versagt...aber dennoch auch für ihn gibt es dennoch eine Papagena.

Le nozze di Figaro

Das Libretto dieser Oper basiert auf einer Komödie von Beaumarchais, die auf Grund Ihrer Kritik am ersten Stand zunächst einmal durch die Zensur verboten wurde. DaPonte setzte sich alledings bei Joseph II. persönlich dafür ein, seine Ideen mit Mozart zu realisieren. Die Aufführungsgenehmigung ließ länger auf sich warten doch am 1. Mai 1786 wurde das Werk uraufgeführt.
Der Graf Almaviva überlegt, ob er nicht angesichts der Hochzeit seiner hübschen Kammerzofe Susanna das alte Recht des "Jus primae noctis ", was ihm die Freuden der Hochzeitsnacht (Anstelle des Bräutigams Figaro) gewährt, wieder einführt. Das versuchen alle Beteiligten mit vereinten Kräften zu verhindern. Im rasanten Tempo gibt es nun Verkleidungen, Stelldicheins, Verwicklungen aller Art und nachdem Susanna ihm endlich ein Rendezvous in Aussicht stellt, in welchem allerdings die Gräfin Almaviva in Susannas Kleidung erscheint, willigt der Graf in  die Hochzeit ein, welche dann sehr zügig stattfindet. Im 4. Akt der Oper treffen sich alle Beteiligten im nächtlichen Park, die Maskerade wird entdeckt, Graf Almaviva entschuldigt sich bei seiner Frau und alle Paare finden damit endgültig zusammen.

Alsbald nach der Uraufführung wurde heftig gegen „Le nozze di Figaro“ intrigiert. Zu sehr hielt diese Oper der höfischen Gesellschaft den Spiegel vor, als dass sie sich auf der Hofopernbühne hätte halten können.

In Prag hingegen feierte Figaro einen fulminanten Erfolg, was den Kompositionsauftrag für den Don Giovanni nach sich zog.

Don Giovanni

Auf Grund des großen Erfolges der Oper Figaros Hochzeit in Prag erhielt Mozart sofort den Auftrag für das Nationaltheater Prag eine weitere Oper zu komponieren.
Sein Librettist DaPonte entschied sich für den Stoff des Don Giovanni. Dieses Sujet gab es bereits in mehreren Vertonungen, bevor sich Mozart diesem Thema zuwandte.
Die Uraufführung fand am 29.10.1787 im Gräflich Nostitzchen Nationaltheater statt

Die Ouvertüre beginnt in düsterem, dämonischen d-moll, welche gleich in die erste Szene einleitet, in der der Komtur, der Vater von Donna Anna und Gegenspieler des Don Giovanni, von diesem ermordet wird. Donna Anna, mit Don Ottavio verlobt, versucht dennoch Don Giovanni zu bekehren und von weiteren Verführungen abzubringen. Ebenso wie Donna Elvira, ebenfalls Geliebte von Don Giovanni, die zwischen Hass und Liebe zum Verführer schwankt. Doch der Frauenheld entzieht sich der Verantwortung und reißt seine Umgebung weiter in sein Treiben hinein. Bei einer Bauernhochzeit entführt er die Braut Zerlina – es bleibt im Dunkeln, ob er sie auch verführt. Der oft geschundene Diener Leporello, der durchaus davon träumt, gelegentlich in die Rolle seines Herrn zu schlüpfen, muss wieder einmal die Sache für ihn ausbaden.

Herr und Diener besuchen das Grabmal des Ermordeten Komtur, als dieser die Totenruhe anmahnt und auffordert, den Ort zu verlassen. Übermütig lädt Don Giovanni die Statue zum Abendessen ein. Der Steinerne Gast nimmt tatsächlich die höhnische Einladung des Don Giovannis an und erscheint auf dem Fest. Dort versucht er ihn eine letztes Mahl zum besseren Lebenswandel zu bekehren. Aber auch hier bleibt Don Giovanni sich treu und verweigert sich der Aufforderung. Er wird von den Flammen der Hölle verschlungen.

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