Festgottesdienst

W. A. Mozart – Credomesse

Sonntag

09

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08

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2020

09:30 Uhr

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Stiftskirche Öhningen

DE

Festgottesdienst in der Stiftskirche Öhningen

W. A. Mozart, Missa in C  - Grosse Credomesse  KV 257

Projektchor und Projektorchester werden eigens für diesen Festgottesdienst zusammengestellt.

Dirigentin Elisabeth Vöhringer

Die Große Credomesse oder auch Spaur Messe wurde am 17. November 1776 im Salzburger Dom uraufgeführt anlässlich der Bischofsweihe des Salzburger Domherrn Graf Ignaz von Spaur. In den Archiven dieses späteren Bischof von Brixen fand sich eine zweifelsfrei von Mozart stammende Partitur der Großen Credomesse; ihm ist somit zu verdanken, dass es heute keinen Zweifel mehr über den Komponisten der Messe gibt.

Ignaz von Spaur stand der Familie Mozart sehr nahe. Über längere Zeit hinweg gibt es Belege für seine Gönnerschaft und die gegenseitige enge Verbundenheit. So hatte dieser durch Empfehlungsschreiben vielerlei Wege für Vater und Sohn Mozart geebnet, auch für deren Reisen nach Wien und Italien. Also lag es nahe, dass Wolfgang Amadeus Mozart anlässlich der Weihe zum Bischof eine neue, besonders festliche Messe komponierte.

Leopold Mozart und Sohn Wolfgang Amadeus bekleideten zudem die Ämter des Hofkapellmeisters und Konzertmeisters der Salzburger Hofkapelle, sodass von ihnen auch kraft Amtes erwartet wurde, im Auftrag ihres Dienstherrn für feierliche geistliche und weltliche Anlässe zu komponieren. Der Name Spaur Messe stammt nachweislich von Wolfgang Amadeus Mozart selbst, auch dies ein Hinweis darauf, wie wichtig den Mozarts diese Beziehung war.

Die Komposition der Großen Credomesse folgte den Vorgaben des Auftraggebers, des Salzburger Erzbischofs Colloredo, keine Missa lunga mehr zu komponieren, so dass  diese Messe eine Missa solemnis et brevis ist. Sie ist feierlich und festlich, stilistisch aber eher einfach gehalten, enthält weder virtuose Soloarien noch Fugen, jedoch fein auskomponierte Solistenquartette,  verwoben mit den Tutti-Chören. Die besonders schönen Solistenquartette – hervorgehoben sei ein herrliches Benedictus – erfreuen Zuhörer und Musizierende in gleicher Weise.

Der Name Große Credo Messe ist mit Sicherheit auch darauf zurückzuführen, dass das Credo dieser Messe auf sehr eindrückliche Weise ausgestaltet wird, achtzehnmal erklingen Credo-Rufe sowohl durch den Chor als auch durch die Solisten, vor den einzelnen Glaubensartikeln,  einstimmig und mehrstimmig, im jubelnden Forte, aber auch am Ende noch einmal im Piano fast „ausgehaucht“ von den Alt- und Bassstimmen. Dann lässt Mozart einen ein Moment der Stille folgen, bevor die Solisten das Wunder der Menschwerdung Christi im Et incarnatus est besingen.

Insgesamt zeichnet sich diese Messe durch einen besonders fröhlichen Charakter aus, Freude und Feierlichkeit, aber auch die stillen Momente des sich Verneigens vor dem Wunderbaren und schwer Fassbaren ergänzen sich hier auf geniale Art und Weise.

Mitwirkende

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